Besichtigungstermin vor Ort am 24.7.2014

Ein weiteres Mal hat sich MdB Martin Burkert (SPD), Vorsitzender des Bundestags Verkehrsausschuss vor Ort ein Bild zur Lage der B131n gemacht. Auch die Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger (SPD) die den Landkreis Roth in München vertritt verschaffte sich einen ersten persönlichen Eindruck. Neben den Bürgermeistern Preischl, Beyer und Küttinger der direkt betroffenen Städten  Greding und Heideck sowie der Marktgemeinde Thalmässing war auch Bürgermeister Ben Schwarz aus Georgensgmünd gekommen um einerseits seine Solidarität zu bekunden und andererseits auf vorhandenen und auszubauenden Alternativen für die Anbindung Weissenburgs via B2 und der Bahnlinie Nürnberg-Treuchtlingen hinzuweisen. Erfreulicherweise waren auch alle Fraktionen des Marktrats Thalmässing in großer Anzahl anwesend, was den breiten Konsens des Widerstandes dokumentiert.

Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß machte die Anwesenden auf die seit Jahrhunderten durchgängig besiedelte Landschaft aufmerksam. Gleich wo die Trasse endgültig verlaufen würde, die Wahrscheinlichkeit dort auf Funde zu treffen sei ausgesprochen hoch. »Die Kosten die mit solchen Funden einher gingen seien sicherlich nicht in den veranschlagten 48 Mio. € enthalten«, vermutete Sie. Ein Argument dem sich Martin Burkert sehr aufgeschlossen gegenüber zeigte: »An Geld fehlt jetzt schon hinten und vorne und die PDK-Maut wird uns mit den überschaubaren Einnahmen nicht wirklich weiterbringen.« Klare Maßgabe sei: Instandhaltung kommt vor Ausbau, Ausbau kommt vor Neubau. »Wir reparieren als erstes Deutschland!«, so Burkert. Wenn dann auch noch Streitereien um ein Projekt dazu kämen gehörten die einfach nur von der eh schon vollen Liste des Bundesverkehrswegeplans. Alleine in Mittelfranken gäbe es – abgesehen von den Bundesautobahnen – mit der B2 Ortumfahrung Wernsbach ein Projekt mit höherer Priorität. In Niederbayern käme noch die B15n als vordringliches Projekt dazu.

An Streitlust um die B131n mag es niemand der Anwesenden missen lassen. Von einem »Mysterium der Trassenführung« sprach BUND Kreisgruppen Vorsitzender Michael Stöhr und spielte auf die bei der Anmeldung nicht berücksichtigten aber bereits vorhandenen und dokumentierten Erkenntnisse an. Bürgermeister Georg Küttinger betitelte sie gar als »Unvorstellbaren Riesenwahnsinn« und verwies auf die jüngst bekannt gewordenen Planungsdetails mit den gigantischen Brückenbauten. Klares Ziel müsse sein, so zweite Bürgermeistern Ursula Klobe, dass die Anmeldung der B131n zum Bundesvekehrswegeplan durch die Bayerische Staatsregierung zurückgenommen werde. Dafür plädierte auch Helga Schmitt-Bussinger: »Wo mehr Strassen entstehen, da entsteht auch mehr Verkehr.« Ein echter Bedarf sei nicht erkennbar.

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